Der Schauspiel-Lehrer
Das Ziel der Probenweise für die Rollenerarbeitung des Unterrichts von Hollburg ist:
„DER KÖRPER DES SCHAUSPIELERS DENKT“
„Vergleichen WIR die Schauspielerei mit Sex:
Aus Büchern kannst DU sie nicht lernen.
Übung hilft, vorausgesetzt DU übst das Richtige.
Technik ist für die Katz, wenn es keine Technik ist, die einem hilft, mit seiner Angst umzugehen, die die Angst vor dem Tode ist.
Man könnte sagen, wenn man bereit ist zu sterben, auf der Bühne oder im Schlafzimmer, was loslassen bedeutet, könnte man glücklich leben bis an’s Ende seiner Tage.“
GEORGE TABORI
Das ist das Thema, dass LUDWIG HOLLBURG als Schauspiellehrer verfolgt.
Er hat an verschiedenen Schauspielschulen Szenenstudien gemacht. Auch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat er grosse Erfahrung, da L.H. zwei Jahre an der Theatre Arts School "STAGECOACH" in Berlin-Zehlendorf dramatischen Unterricht in den Altersgruppen von 8 - 18 Jahren gegeben hat.
Den Stanislawski – Workshop hat L.H. mehrfach zwischen Portugal und Deutschland durchgeführt.
Das Abschlussvorsprechen vom Stanislawski – Workshop zur Eröffnung des Centro Culturals in Benedita, Portugal, wurde als homogene Theatervorstellung gestaltet und war ein grosser Erfolg.
 Unterschiedliche Teilnehmergruppen sind möglich - Schauspielstudenten - Laienschauspieler - Marketingmanager - Lehrer und gestalten dann nach vierwöchiger Arbeit im Stanislawski – Kurs von Ludwig Hollburg eine Vorstellung mit dem von ihnen improvisierten Szenenmaterial.
Das Ziel der ROLLENERARBEITUNG UND PROBENWEISE, die in diesem Stanislawski – Kurs gelehrt wird ist: "... es ist leichter, über den Körper zu gebieten als über das Gefühl.
Wenn daher das geistige Leben der Rolle nicht von selbst entsteht, dann schaffen Sie ihr das körperliche Leben!
Und wenn Sie auf der Bühne wahr, zweckdienlich und produktiv handeln – erinnern Sie sich was ich immer sage: „VORWÄRTS DENKEN!!!“ – dann kann auch das körperliche Leben nicht umhin auf das geistige zu reagieren ....
... DER KÖRPER DES SCHAUSPIELERS DENKT!"
DIE ERFAHRUNGEN WÄHREND DES STANISLAWSKIKURSES IN BENEDITA:
Spannend war für mich in der Zusammenarbeit mit den Schauspielern und Laien, in Portugal, zu beobachten, wie ich im Verlaufe der Arbeit immer weniger vom Hören auf die Worte abgelenkt wurde, wie es sonst ist, wenn man in der Muttersprache arbeitet und inszeniert. Meine Konzentration als Beobachter des Spiels konnte sich ungebrochen auf die Klarheit eines vorhandenen Gedankens in der HANDLUNG richten. Der Text verschwand in den guten Momenten des Spiels hinter den handelnden Schauspielern. Und dazu muss die Handlung konkret, glaubwürdig und logisch sein – in der Logik der vorgeschlagenen Situation der Inszenierung. Denn wenn sich der Schauspieler nur auf das blosse Sprechen seines Textes verlässt, sich hinter dem „gut Sprechen“ versteckt, gelingt es ihm, den Regisseur, der in der Muttersprache arbeitet, viel eher zu täuschen. In der mir unverständlichen Sprache, bin ich viel mehr auf die Handlungen und ihre Glaubwürdigkeit konzentriert und ich habe bei den portugiesischen Schauspielern viel eher unkonkrete und allgemeine Haltungen bemerkt. Deutsche Schauspieler können mich mit ihren, mir selbst bekanntem Klang und dem logischen Wortgestus länger täuschen. Je spontaner das Spiel ist, je konkreter die schauspielerische Handlung, um so verständlicher wird dann auch eine eigentlich unbekannte Sprache.
Es existiert ein umfangreiches Arbeitsmaterial – sehen Sie Auszüge! |